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Gibson ES 175 D |
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Im Fachblatt "Musik-Magazin" erschien Anfang 1989 der folgende Artikel über eine Jazzgitarre. Der Traum aller Gitarristen, die Vollresonanzgitarren mögen. |
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Die amtliche Klampfe für alle Jazzfälle. Ich habe lange in Hannover Ausschau gehalten, da gab es nichts. Erst nach einigen Anrufen in Hamburg wurde ich bei "Willie´s American Guitars" fündig. Dort gab es Auswahl, alte und neue Jazzgitarren. Ich habe mich für eine gebrauchte Gitarre entschieden: Baujahr 1976. Die Beschreibung im Artikel kommt schon hin. |
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ES 175 - Artikel aus dem Fachblatt Bevor der weltweite E-Gitarren-Boom anbrach,
war die Firma Gibson führend auf dem Gebiet der Mandolinen und der
(Cello-Body)-Jazzgitarren. Die erste Gibson mit einem F-Loch geht auf die
Konstruktion von Lloyd Loar zurück, der bereits um
ca. 1924 die L5 konstruierte. Neben diversen Hawaii-Gitarren, war es die ES
150, die als erste echte E-Gitarre in die Gibson-Firmengeschichte einzog.
Damit wurde ein Standard gesetzt, der bis heute Gültigkeit hat Es folgten die unterschiedlichsten Modelle, die in verschiedenen Zeiträumen immer wieder mal aufgelegt wurden. Sie alle aufzuzählen würde den Rahmen des Berichtes sprengen. Die bekanntesten Modelle sind natürlich die Byrdland, die ES 125 TDC, die Modelle Tal Farlow Howard Robberts und Johnny Smith. Aber auch das Modell ES 175 schon vor gut 35 Jahren, nämlich 1953 eingeführt worden, die ES 175 1949. Diese Gitarre ist gewissermaßen ein echter Gibson-Klassiker, ständig produziert wurde. 1957 wurden die bis dato verwendeten Single Coil-Pickups durch Humbucker ersetzt. Sicherlich wird nun manch er nicht genau wissen, was es mit den Buchstaben auf sich hat, d ie jeweils vor und nach der Instrumentennummer auftauchen. Nun, E steht Electric, ES für Electric-Spanish, N für Natural-Finish und D für Double Pickup |
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DER BODY Die ES 175 D ist eines jener Jazz-Gitarren-Modelle
mit »dickem« Body und »Florentine«-Cutaway. So nennt man diese spitz
zulaufende Cutaway-Form, die mit Binding eingefaßt ist. Es gibt noch eine
andere Cutaway-Variante, die weitaus runder und geschwungener geformt wird;
dies nennt man dann »Venetian«-Cutaway. Boden und
Zargen des Bodies sind aus Mahagoni gefertigt, die
gewölbte, einteilige Decke besteht aus Ahorn und hat zwei F-Löcher für den
Schallaustritt. Die Zargenhöhe beträgt exakt 9 cm und die Übergänge zum Boden
sowie zur Decke sind mit einem sauber verarbeiteten, cremefarbenen Binding
eingefaßt, welches zur Decke hin sogar zweiteilig ist. Die Gitarre ist in einer
Art Dunkel-Tobacco-Sunburst lackiert. Und
selbstverständlich fehlt auch das typische Schlagbrett nicht, welches hier
aus vierschichtigem Kunststoffmaterial besteht und mit zwei Schrauben am Body
befestigt ist DER HALS |
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. Es handelt sich um eine einteilige
Ahornkonstruktion mit Palisandergriffbrett, die in den Body eingeleimt wurde.
Der Übergang befindet sich unterhalb des 15. Bundes. Die Halsform ist typisch
Gibson-mäßig relativ schlank, dabei ein sattes,
nicht zu dickes und nicht zu flaches »D«. Es sind fast E-Gitarrenmaße; dementsprechend komfortabel liegt der Hals in der Hand und läßt sich recht leicht bespielen. Bei einer 62,5 cm-Mensur bietet der Hals der ES 175 D insgesamt 20 bespielbare Bünde an, von denen die letzten fünf über die Decke hinausragen. Durch das großzügige Florentine-Cutaway kann man diese Bünde recht gut erreichen, obwohl man die linke Hand schon ganz schön strecken muß, wenn man die tieferen Lagen bespielen will. Aber das ist nun mal Tradition und so soll es auch bleiben. |
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Die Bundmaße betragen 2,3 mm in der Breite und genau 1 mm in der Höhe. Die Abrichtung ist perfekt gleichmäßig. Das gesamte Griffbrett ist an den Übergängen zum Hals ebenfalls eingefaßt, wobei die schön rund gefeilten Bundstäbchen integriert sind. Zur Orientierung auf dem Griffbrett dienen schräg eingesetzte Doppelblock-Inlays, was bei der ES 175 ja ein traditionelles Feature ist und nebenbei sehr gut aussieht. Der Sattel besteht aus Knochen. |
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. DIE KOPFPLATTE Die abgewinkelte Kopfplatte kommt natürlich
im klassischen Gibson-Design mit schwarz lackierter Vorderseite, wobei das
Firmenlogo und das Emblem aus Perlmutt eingelegt sind. Über dem Sattel sitzt
die glockenförmige Abdeckung der Truss-Rod-Mutter. Als Mechaniken dienen jene Gibson-Deluxe-Varianten mit den Kunststoff-kurbeln, die man auch auf der Les Paul
Standard findet. Sie arbeiten mit einem
Übersetzungsverhältnis von 1:16 ohne Sprünge kontinuierlich über ihren
Einstellweg. Schaut man sich die Kopfplatte von hinten genau an, so fällt
auf, daß man an die Saiten je zwei kleine Mahagonistücke angeleimt hat, um
die endgültige Form zu bekommen . |
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Die Seriennummer ist, ebenso wie der »Made
In U.S.A.«-Hinweis, ins Holz eingeschlagen und überlackiert
worden. Die Seriennummer meiner ES ist 00102799. HARDWARE |
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Sämtliche Hardware an der ES 175 D ist
verchromt. (Bei meiner ist das Tailpiece
vergoldet.) Die Saiten werden mit den Ballends in
ein trapezartiges Tailpiece eingehangen,
welches mit drei Schrauben am unteren Zargen
befestigt ist. Durch ein Scharnier kann das Tailpiece
zwecks Saitenwechsels und Höheneinstellung bewegt werden. Die Saiten laufen dann gerade zu einer Kombination aus Tune-O-Matic-Bridge und Holzsteg. Bei meiner Gitarre ist keine Tune-o-matic-bridge verbaut worden, sondern eine Holzkonstruktion. Die Höheneinstellung erfolgt durch die gesamte Bridge, indem man die zwei Rändelmuttern benutzt, die auf den Konterschrauben unter der Bridge angebracht sind. Der Holzsteg unterhalb der Bridge wird lediglich durch den Saitendruck in seiner Position gehalten, ist also nicht auf der Decke befestigt. Es empfiehlt sich die Position der Bridge beim Saitenwechsel zu merken, da eine veränderte Position unweigerlich eine Veränderung der Intonation mit sich zieht. Nützlich ist diese Konstruktion sicherlich dann, wenn man auf eine andere Saitenstärke umsteigt, wobei die Intonation meistens neu justiert werden muß |
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PICKUPS &
SCHALTUNG Die ES 175 D ist mit zwei Gibson P.A.F.Humbucker-Pickups ausgestattet, die mit verchromten Blechkappen ausgestattet, höhenverstellbar in ihren schwarzen Kunststoffrähmchen sitzen. |
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Die dazugehörige Schaltung ist schon als traditionell klassisch aber ungemein effektiv zu bezeichnen. Jeder Tonabnehmer hat einen eigenen Volume- und Klangregler.. Hinzu kommt der obligatorische 3-Weg-Schalter, der gummigelagert auf der oberen Body-Rundung ergonomisch gut angebracht ist. Die Potis sind von guter Qualität: keine Sprünge, keine Aussetzer, sondern konstante Funktion über den gesamten Regelweg. |
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DER SOUND Die ES 175 D ist eine klassische
Jazz-Elektro-Akustikgitarre mit wohlausgesuchten Tonhölzern. Dementsprechend
kann man auch den Sound der Gitarre einordnen, dessen wichtigstes Merkmal
wohl die voll-warm und runde Klangcharakteristik ist, die von dezenten oberen
Mitten und Höhen angereichert ist. Die Gitarre hat trocken gespielt bereits ein sehr differenziertes, volles Klangbild mit gutem Sustain-Verhalten. Ober den Amp gespielt zeigt sie eine variationsreich nutzbare Soundpalette. Für die »Raunchy«-Jazz-Sounds, insbesondere für Akkorde in diesem Genre, erscheint der Halspickup oder eine Zusammenschaltung beider Tonabnehmer mit etwas weggeregelten Höhen des Stegpickups sehr geeignet. Spielt man den Stegpickup allein, so ist naturbedingt eine deutlich hörbare Zunahme der drahtigen Mitten und Höhen spürbar. Gibson hat mit der ES 175 D zweifellos vor vielen Jahren einen Standard in Sachen Jazz-Gitarren gesetzt. |
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Übersicht Modell: Gibson
ES 175 D Seriennummer 00102799 Herkunft: Nashville
U.S.A. Gesamtlänge: 106cm Hals: verleimt Mensur: 62,5
cm Bünde: 20 Bundmaße: 2,3
mm x 1 mm (BxH) Halsbreite am Sattel: 43,0 mm Halsbreite am 1. Bund: 43,6 mm Halsbreite am 5. Bund: 47.0 mm Halsbreite am 12. Bund: 51,45mm Halsbreite am 20. Bund: 56,2 mm Saitenlage am 12. Bund: E Ist: 1,4
mm E 6th: 2,4
mm Regler: 2xVolume,2xTone Schalter: 3-Weg-PU-Wahlschalter Metallteile: verchromt Mechaniken: Gibson
Deluxe 1: 1 6 Pickups: 2
x Gibson P.A.F, Saitenstärke ab Werk: 012-Satz HOLZ Body: Boden: Mahagoni Zargen: Mahagoni Decke: Ahorn
(leichtgewölbt) Hals: Mahagoni
(einteilig) Griffbrett: Palisander |
Kaufdatum: 16.9.1989 In meiner Gitarre ist durch das untere
F-Loch die Eintragung des Vorbesitzers zu sehen: W.S. May 77. Ich habe für mich durch das obere F-Loch die Eintragung : W.J. Sep.89 vorgenommen. Auf dem Headstock ist das Flower-Pot-Motiv zu sehen. Die Gitarre ist also aus der Standart-Serie. Der Vorbesitzer hat sie sehr pfleglich behandelt, es sind fast keine Kratzer oder andere Beschädigungen zu sehen. Lediglich der Koffer war einigermaßen ramponiert. |
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