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Formentera Guitars Strat Especial
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Am 8. September 1997 bin ich auf die
Hippie-Insel Formentera geflogen, wo es eine
beschützende Werkstatt gibt, in der man elektrische Gitarren baut. Am Tag vor dem Kurs habe ich mir das Modell
ausgesucht, das ich bauen wollte: eine Stratocaster aus Mahagoni. Der Leiter des Instituts für
Elektrogitarrenbau war Thomas Stratmann. Seine Werkstatt befindet sich in Hannover, Adresse:
http://www.stratmann-gitarren.de
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Das ist er. |
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In diesem Block Mahagoni soll also ein Strat-Body drin sein. Sieht bis jetzt noch nicht sehr
nach Gitarre aus, ist auch zu klein. Die Lösung: Wir leimen 2 Stück aufeinander
und schauen dann mal.
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Besser. Jetzt wird oben und unten der Block
plangehobelt. Aus diesem gesäuberten Brett wird
dann mit der Bandsäge die Form des Gitarrenkörpers ausgesägt. Eine halbe Stunde Spanung am ungewohnten Werkzeug. |
Dann können die ausgeschnittenen Ränder (Ratten) weg. |
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Für den Hals suchen wir einen passenden
Klotz aus Ahorn. Am Body sind schon die Shapings für den Bauch und den rechten Arm geraspelt worden, die Kanten sind schon leicht verrundet. |
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Beim Ahornhals ist gemäß der späteren Neigung der Kopfplatte ein Keil mit der Bandsäge abgesägt worden. Hier ist der Trussrod eingelassen worden. In eine gewölbte Fräsung wird ein Metallstab eingelassen. Die Fräsung wird nach oben mit einer Leiste geschlossen. Die Biegung des Metallstabes kann man daran erkennen, daß die Leiste in der Mitte tiefer sitzt. |
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Die Verstellung des Metallstabes erfolgt durch eine Mutter, die zwischen 19. und 20. Bund durch einen eingelassenen Pfropf zugänglich bleibt. Das Griffbrett aus Palisander wird nun aufgeleimt. Jetzt werden die Dots gesetzt und abgeschliffen. Nach dem Einsetzen der Side-Dots werden die Bundschlitze gesägt und die Bundstäbchen eingepresst. |
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Meine Gitarre hat Jumbobünde drauf. Dann werden die Bünde abgerichtet. Anschließend wird das Griffbrett poliert, so daß man schon mal einen . Eindruck vom späteren Aussehen hat |
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Was für ein Luxus!! |
Für die Schönheit wird dünnes Vogel-augenahorn genommen und Sperrholz gefertigt. Hieraus wird das Pickguard gesägt, das darüberhinaus auch noch eingelassen wird. Aus demselben Material wird dann noch eine Abdeckung für das Tremolofach auf der Rückseite gemacht. |
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Als nächstes wird die Fräsung auf der Oberseite für die Pick-Ups und die Potentiometer gemacht. Dieses Loch wird später vom Pickguard verdeckt. Die Kopfplatte wird ausgeschnitten, der Übergang zum Körper verrundet. |
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. Ich habe einen starken Hals an meiner Strat. Breite am Sattel: 44,5 mm, Breite am 12. Bund: 52.4 mm. |
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Dicke des Halses: Sattel: 24 mm, 12. Bund: 27
mm. Die Abmessungen stimmen überraschend mit denen einer National überein. Die Rückseite des Halses wird jetzt verrundet. |
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Das nächste Drama kündigt sich an: Die Pick-Ups. Für die balearische Gattung der E-Gitarre werden natürlich die Tonabnehmer selbst gewickelt. Wenn man auf den Magnetenträger nicht genau gewickelt hat |
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und ein paar Wicklungen des isolierten
Kupferdrahtes nach außen gekommen sind, hilft alles nix: Zange her und wieder
runter damit. Beim mittleren Tonabnehmer habe ich vier Anläufe gebraucht. Die Tonabnehmer haben verschiedene Wicklungszahlen: Halstonabnehmer: 6300 Wicklungen, Mitte: 7300; Steg: 8000. |
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Der Hals wird jetzt mit dem Körper verleimt. Das ist Strat-untypisch, aber einen 100%igen Nachbau will ich ja nicht haben, sondern ein Unikat nach eigenen Wünschen. |
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Hier steht die verleimte Gitarre auf dem Werkstattboden und wartet auf die Weiterverarbeitung |
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Jetzt geht es in die letzten 2 Tage. Der Sattel wird gekerbt. |
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Danach werden sämtliche Kanten verrundet, der Übergang vom Körper zum Hals überarbeitet, und geschliffen, geschliffen, geschliffen. Beim Wässern stellen sich noch einmal die Holzfasern hoch, die werden dann auch wieder plangeschliffen. |
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Um Mitternacht wird die Gitarre geölt. Hierbei kommt die Farbe des Holzes erst richtig zur Geltung. |
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Vorher: |
Nachher: |
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Ist das nicht toll? |
Nach dem Ölen muß noch gewachst
werden, dann ist Feierabend. Am letzten Tag ist die Endmontage. Die Pick-Ups werden eingebaut, Verdrahtung der Potentiometer,
Installation vom Vintage-Vibrato, Fräsen des
Schlitzes in der Tremoloabdeckung für den Saitenwechsel. Das Pickguard von
hinten, vor dem Verlöten.
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Langsam kommt Hektik auf. Immer mehr Leute
besuchen die Werkstatt und machen die kniffeligen Arbeiten nicht leichter. Jetzt Saiten drauf, stimmen und sie ist
fertig. 25. September 1997, 22 Uhr |
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Formentera Strat Especial Serien-Nummer 7297, und der stolze Besitzer Die Kopfplatte hat noch nicht das Jubiläumsschildchen
von Formentera Guitars
drauf. Das hat Ekki erst am Morgen danach angebaut.
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Die Gitarre läßt
sich durch den dicken Hals nicht ganz einfach spielen. Sie hat jedoch einen
endlos langen Ton. Die Bundstäbchen mußten noch
einmal nachbehandelt werden , sie wuchsen aus dem
Hals seitlich heraus. (Das ist natürlich nicht richtig: Die in Deutschland
geringere Luftfeuchtigkeit bewirkt, daß das Holz
ein wenig schrumpft.) Hier die Adresse für Urlaubsgitarren und
Hilfestellung in Gitarrenangelegenheiten: http://www.formentera-guitars.com zurück zur Homepage Wolfgang
Jäger / Gitarren
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