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Gibson Les Paul Standard Gibson entschloß sich zu einer Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Lester Polfus (Les Paul). Das daraus hervorgegangene Instrument spiegelte nicht nur Polfus´ Ideen wider, es trug auch seinen Namen. Die erste Version erschien 1952. Das Styling war Gibson pur: Der gewölbte, wenn auch etwas kleinere Massivbody und der klassische symmetrische Kopf entsprachen dem etablierten Design der Archtop-Gitarren. Der Hals wurde auf den Body aufgeleimt, das Griffbrett mit aufwendigen Intarsien versehen. Zuerst wurde die Les Paul als "Goldtop" hergestellt, ab 1958 löste die Les Paul Standard, eine identische Gitarre, die durch ein Sunburst-Finish das Holz effektvoll durchschimmern ließ, sie ab. |
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Die klassische Les Paul wurde 1961 aus dem
Programm genommen, es gab dann nur noch Les-Paul-junior-Modelle
und die SG, das Interesse an dem Modell führt jedoch 1968 zu einer
Wiedereinführung.. Die Les Paul ist eine der schwersten
Gitarren überhaupt. Ihre kleine Mensur fördert jedoch wie nur wenige andere
Instrumente schmutzige Spielweisen. Hier haben wir zur Einführung einen Artikel aus dem FACHBLATT über die Les Paul, die ich mir 1994 von Ewey, Musicshop Nienburg, im Rahmen seines Ausverkaufs gekauft habe: |
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Auszug aus: VERGLEICHSTEST LES PAUL - GITARREN |
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Die original Les Paul wird selbstverständlich in Amerika hergestellt: Das »Made in USA« prangt unterhalb der eingeprägten Seriennummer auf der Rückseite der Kopfplatte. Die Gibson ist mit 4,55 kg zugleich auch die schwerste der vier Kandidatinnen, ihre Mensur mit 62,5 cm ein wenig kürzer. |
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Der recht hohe Preis beinhaltet einen absoluten Luxuskoffer: Ein brauner Vintage-Formkoffer mit pinkfarbener, stark gepolsterter Plüscheinlage und zusätzlicher Formdecke. Der Clou ist ein dreistelliges Zahlenschloß mit beliebig einstellbarem Code. |
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Korpus Hier hat man einen einteiligen
Mahagoni-»Unterbau« mit zweiteiliger massiver Ahorndecke verwendet, die eine
ausgeprägte Wölbung aufweist. Eine Riegelahornmaserung ist nur an wenigen
Stellen und dann auch nur, je nach Lichteinfall, mehr oder (eher) weniger gut
zu erkennen. Die Gibson LP Standard besitzt die optisch am wenigsten
ansprechende Decke. Die Korpuslackierung ist perfekt, auch hier »Cherry sunburst«. Steg und Stoptail
sind hochglanzverchromt, eine saubere Arbeit. Die Tune-0-Matic-Brücke erlaubt
eine problemlose Justierung. Hals Er besteht aus einem Stück Mahagoni, ist eingeleimt und hat eine recht kräftige D-Form typisch Les Paul. Das Palisandergriffbrett ist mit 22 sauber abgerichteten und entgräteten Bünden bestückt, die Einfassung sogar an den Enden der Bunddrähte hochgezogen. |
Die nach hinten geneigte Kopfplatte mit dem perlmutteingelegten Gibsonlogo bietet sechs De-Luxe-Mechaniken im Vintage-Look. Sie werden von Schaller hergestellt und besitzen auf der Vorderseite zusätzliche Kontermuttern. |
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Pickups und Schaltung Die Tonabnehmer, ein R-4-Humbucker in der Halsposition und ein L-8 am Steg, werden durch je eine »Volume«- und ein »Tone«-Poti geregelt. Auch hier wieder der an der gewohnten Stelle plazierte Dreiwegschalter für die PickupWahl. Die Abdeckungen der rückseitigen Fräsungen besitzen keine Abschirmung durch Alufolie; dennoch gibt es keinerlei Brummprobleme. |
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Die Verdrahtung macht einen sehr guten Eindruck; die robusten Potis werden ein langes Leben vor sich haben. Als Reglerknöpfe nimmt Gibson die von 1953-55 benutzten großen sogenannten »Speed knobs«. Die Klinkenbuchse hat man auf einer Metallplatte am unteren Zargen montiert. |
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Sound und Bespielbarkeit Die schwere Les Paul zeigt das beste Sustainverhalten. Dies macht sich schon bei der ersten
»Trockenübung« bemerkbar, bei der auch ein guter Höhenanteil im Klangbild
festzustellen ist. Der R-4-Halshumbucker produziert sehr volle und warme
Sounds, die transparent kommen. Der L-8 in der Stegposition verfügt, wie der
R-4 über eine hohe Ausgangsleistung, wodurch bei den meisten Amps eine stärkere Verzerrung erzielt werden kann. Bei Leadsounds erzeugt er einen guten Druck mit gehörigem
Biß; selbst bei Rhythmusspiel zeigt er noch genügend Transparenz. Die Gibson
bietet aufgrund ihres hohen Gewichtes und des recht kräftigen Halses- beides
typische Les Paul-Eigenschaften - einen weniger hohen Spielkomfort. Die Gitarre hat die Seriennummer 92262343 und stammt aus dem Jahre 1992. Besaitung: 10-42. |
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