Gibson ES 355 B.B.King Lucille

B.B. King hat ein Markenzeichen: Seine schwarze halbakustische Gibson. Er nennt sie Lucille. Die Gitarre ist von Gibson nachgebaut worden.  

Sie ist sehr schwer. Der Hals hat ein ordentliches Format. Die gesamte Hardware ist vergoldet. Die Pracht kann bei aggressivem Handschweiß jedoch schnell verschwinden. Der Lack ist schwarz und reflektiert so sehr, daß sie schwer zu fotografieren ist. Mit Licht gibt es Spiegelungen, ohne Licht sieht man nix.

Mitgeliefert wurde ein schwarzer Formkoffer mit blauem Plüsch ausgekleidet und einem Top-Schutz aus blauem Samt. Außen ist der Schriftzug: B.B. King  aufgeprägt.

 

Der Schriftzug von B.B.King befindet sich auf dem vergoldeten Truss-Rod-Cover. Der Schriftzug: Lucille ist plaziert wie der Les-Paul-Schriftzug. Auf der Rückseite ist die Seriennummer. 02373725. Gekauft zu Weihnachten 2003 bei Soundcheck in Nienburg. Bei den Endpins wurde gespart. Denkt die Firma wohl, daß die Gitarre ruhig mal runterfallen soll?  Es würde Gibson gut anstehen, für eine vernünftige Lösung zu sorgen – ruhig in Verbindung mit einem passenden Gurt. So muß wieder selber basteln.  Als Zubehör gibt es nur einen Truss-Rod-Schlüssel. Keine Dokumentation, kein Gitarrengurt – etwas mager. Gerade für die Variotone-Schaltung könnte man etwas Information gebrauchen.

 

Details:

Ahornbody mit Ahorn-Center-Block (deshalb auch das Gewicht). Rückenkranke spielen besser im Sitzen oder suchen sich was anderes. Das Griffbrett ist aus Ebenholz mit großen Rechteck-Inlays. Die Saiten werden aus einem Tailpiece mit Feinstimmern über eine Tune-o-matic Brigde geführt, wo sie die Humbucker (490 R und 490 T) anregen, die tollsten Klänge abzugeben.

Die Schaltung ist aufwändig: Pro Pick-Up einmal Volumen und Ton, Toggle-Switch und zusätzlich den Variotone-Schalter, bei dem man den Ton von extrem fetten bis zu crispigen Klang verstellen kann. Es gibt 6 verschiedene Stufen.

Die Gitarre ist stereo ausgelegt. Die erste Buchse vom Gurtpin ausgesehen ist der Universal-Anschluß. Ein Monokabel bekommt hier alles, was angeboten wird. Steckt man ein zweites Kabel in die andere Buchse, wird hier der Stegtonabnehmer herausgeführt, die andere Buchse führt das Signal des Halstonabnehmers.

 

 

Die Gitarre läßt sich hervorragend spielen. Sie ist ein wenig kopflastig, das kommt wohl von dem gewaltigen Hals.

Na wem steht die Klampfe besser?

Der Fender-Gurt muß natürlich noch weg.

 Besaitung: Vom Werk aus 010 – 054. Passt gut.

 

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