Gibson

SG Robot Special

Meine erste Elektro-Gitarre.war eine Ibanez SG – Kopie. Gekauft im zarten Alter von 16 Jahren (Ich,  nicht die Gitarre). Sie ist dann 3 Jahre später für eine Les Paul Gold-Top wieder gegangen. Seitdem hatte ich immer im Hinterkopf, mir eine solche Zappa-Säge noch einmal anzuschaffen. Und hier ist sie:

 

Seit einiger Zeit werden von Gibson „Robot“ – Gitarren gebaut und auch verkauft. Zuerst kam eine blaue Les Paul heraus, dann eine grüne SG. Diese Gitarren haben ein Tronical Tuning System an Bord. Sie stimmen sich auf Anforderung selbst.

Mittlerweile werden die Robot-Gitarren auch in anderen Farben verkauft, da habe ich zu einer weinroten Special gegriffen (das alte SG-Möhrchen war auch rot).  Körper und Hals sind aus Mahagoni, das Griffbrett ist aus Palisander, es weist Punkt-Einlagen auf. Die Lackierung ist transparent. Die Gitarre hat 2 Humbucker mit offenliegenden Spulenkörpern. Der Hals ist recht massig. Von vorne sieht der Kopf noch unspektakulär aus, die Flügel der Mechaniken scheinen aber recht massig zu sein. Um die Gitarren normal stimmen zu können, muß man die Flügel nach außen ziehen.

 

Es handelt sich um spezielle Lock-Mechaniken. Dreht man den Hals um, sieht man die Motorgehäuse der Automat-Mechaniken. Die Kopflastigkeit ist trotz der massigen Mechaniken nur gering. In einem schwarzen Kästchen in der Mitte ist die Kontrollzentrale der Stimmeinheit.

Als Regler finden wir drei normal Potis (2 x Volumen, 1 x Tone – Halstonabnehmen) und eine eierlegende Wollmilchsau mit Beleuchtung. Im normalen (gedrücken) Modus ist es das Stegtonabnehmer-Poti. Zieht man an dem Teil kommt Licht ins Spiel. Jetzt wird die ausgeklügelte Schaltung aktiviert und gestimmt, bis die Batterie alle ist.

 

Das Elektrikfach hat einen transparenten Deckel, man kann sehen, dass es randvoll mit Elektronik ist. Hier befindet sich der Akku, der sich mit dem mitgelieferten Konverter, einem Gitarrenanschlusskabel und einem normalen Netzteil für Effektgeräte laden lässt. Hierbei ist zu beachten, dass Plus in der Mitte sein muß, Minus außen.

Die Ausgangsbuchse hat eine Verriegelungseinheit. Mit einem Fingerdruck wird das Kabel wieder losgelassen. Die Gitarre spielt sich angenehm. Sie wird mit einem 10-46 Saitensatz ausgeliefert. Die Stärke muß man beibehalten, sonst darf man die Elektronik neu kalibrieren. Beim Saitenwechsel ist Sorgfalt angesagt. Die Saitenenden dürfen eine andere Saite nicht berühren, sonst gibt es einen Kurzschluß. Also: ganz kurz abschneiden.

 

Um eine kleine Delle zu kaschieren, habe ich ein Guitar Tattoo angebracht. Sieht doch nett aus, das Teufelsmädchen!

 

 

Seriennummer 020580442. Gekauft 2009 bei Music-Store, Köln.

 

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