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Taylor 414 KCE Im September 1998 stand im Fachblatt der folgende Artikel. Hierin wurde eine ähnliche Gitarre beschrieben, wie ich sie seit Weihnachten 1997 habe. Meine Gitarre ist das Modell 414 KCE. Sie hat einen Concert-Body mit Cutaway und Fishman-Tonabnehmer. Hier im Test wurde eine 410 Dreadnought getestet worden. |
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Nachwuchs aus dem Hause Taylor Unter Gitarristen und speziell bei Fingerpickern ist der Name Taylor bereits seit einigen
Jahren ein gängiger Begriff. Bedenkt man, daß die
Firma erst im Jahre 1973 gegründet wurde, zu einer Zeit, in der sieh andere
Hersteller längst etabliert hatten, wird klar, daß Taylor’s Gitarrenwerkstatt einiges zu bieten haben muß.
Schnell hatte er sich einen Namen unter Insidern gemacht und es dauerte nicht
lange, bis die breite Musikeröffentlichkeit aufmerksam . Mittlerweile verfügt die Firma über eine sehr interessante und vielfältige Produktpalette, aber die Preise spielten sich bisher eher in der "Mercedes"-Klasse ab. Mit der neuen 400er Serie versucht Taylor nun auch im mittleren Preissegment ein attraktives Instrument mit professionellem Anspruch anzubieten. |
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Durch die modellbedingt relativ schmale
Zarge behält man einen sehr guten Überblick und bekommt im Sitzen auf einem
Stuhl oder Barhocker den erwarteten Komfort geboten. Die Oberseite des Instrumentes besteht aus einer breit gemaserten massiven zweiteiligen Fichtendecke (Sitka Spruce), die durch die stellenweise unregelmäßige Maserung einen etwas flammenden Eindruck hervorruft. Das Instrument ist nicht lackiert. |
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Ein Blick in das Schalloch läßt die gute Verarbeitung des Innenlebens erkennen. Vor allem das Bracing (Scalloped X. Brace) ist absolut lupenrein, soll heißen professionell gefertigt.. Die Schallochverzierung (Rosette) ist sehr schlicht mit drei unterschiedlich breiten Kreisen aus weißem Kunststoff gehalten. Das wirkt sicher auf viele Geschmäcker spartanisch, fügt sich aber mit dem rotbraunen Schlagbrett funktional in das Gesamtbild. Auf dem schwungvoll gestyltem Steg aus Ebenholz liegen die sorgfältig aus Knochen gearbeitete durchgängige Stegeinlage und dahinter die Stegpins aus schwarzem Kunststoff. |
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Die Zargen und der Boden sind aus Honduras-Mahagoni gefertigt. Die sehr detailreiche Maserung hinterläßt eine gelungene Optik. Das mag vielleicht für den einen oder anderen überflüssig erscheinen - schließlich ist doch unbestritten der Klang das entscheidende - aber man sieht´s doch. Das Griffbrett aus Ebenholz ist bis zum vierzehnten Bund mühelos spielbar und verfügt insgesamt über zwanzig Bünde. Die Markierungszeichen sind als Perlmutteinlagen in Form von Dots ausgeführt. Das Material des Halses besteht aus hellem Mahagoni, in dem sich am Kopfansatz ein präzise gekerbter Sattel aus Knochenmaterial befindet. Ebenfalls aus Mahagoni ist die Kopfplatte, die zusätzlich mit einem optisch sehr schönen Rosenholzfurnier abgesetzt ist Die typische Taylor Form ohne viel Schnickschnack, lediglich mit dem Namenszug des Herstellers versehen. |
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Wie üblich findet sich in der Kopfplatte auch der Zugang zum Halsstab. Die Ausfräsung ist mit einer sehr geschmackvollen Rosenholzabdeckung und zwei Schrauben geschlossen. |
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Für die Justierung des Halses wird vom Hersteller das notwendige Werkzeug mitgeliefert, ebenso eine Anleitung, falls die Justage einmal notwendig wird. Verchromte Grover Mechaniken, mit denen sich das Instrument problemlos stimmen läßt, komplettieren die Kopfplatte. Was die Spielbarkeit angeht, bekommt man einiges geboten. Bei einer Saitenlage, über die sich kein E-Gitarrero beschweren würde, bleiben wahrhaftig keine Wünsche offen. Erst bei sehr starken Anschlag mit einem harten Plektrum war der Taylor etwas Schnarren abzutrotzen. Insofern sicher auch für solierende Jazz- oder Bluesmusiker durchaus interessant. |
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Damit wären wir auch an dem Punkt angelangt, wo es an das Eingemachte, sprich um den Klang geht. Das Klangspektrum ist enorm groß. Ich war spontan von der Wucht, die dieses Instrument entwickelt, überrascht und eben auch von der dynamischen Bandbreite, die mich an ein Klavier erinnerte. |
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Im Vergleich mit Gitarren aus der gleichen und höheren Preisklasse kann man sich nur wundern. Ein persönliches Antesten ist jedem Interessenten nur zu empfehlen. Aus der tiefen Basshöhle hin bis zum strahlenden Diskanthimmel entwickelt die Taylor ein beeindruckendes Soundspektakel und bleibt bei jeder Anschlagsstärke ausgesprochen souverän. Wobei die Prioritäten auf den Höhen, liegen - was nicht weiter wundert und natürlich auch im wesentlichen das Klangbild einer Westerngitarre ausmacht. Was aber keinesfalls heißen soll, das Bassresonanzen zu kurz gekommen sind. Ganz im Gegenteil. Soweit es einem Instrument mit diesen Ausmaßen - schließlich handelt es sich um kein Jumbo-Modell - gestattet ist , bietet die Taylor einen mehr als ausgewogenen und überzeugenden Frequenzgang. |
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Ob auf der Bühne, im Studio, von mir aus
auch am Lagerfeuer oder für den Straßenmusikanten im täglichen Einsatz und an
allen musikalischen Brennpunkten dieses Planeten wird sie ihre Position erfolgreich
verteidigen können. Denn egal, ob man mit einem harten Plektrum Akkorde
drischt oder gefühlvoll die Einzelsaiten anschlägt, unserem Neuling
verschlägt es nie die Stimme. Selbst im Spiel mit Fingernägeln gibt es
einiges an Klangnuancen zu entdecken. Wer immer die Taylor 410 als
Begleitinstrument zu seinem Gesang benutzen mochte, sollte sich darüber klar
sein, daß ein allzu feines Stimmchen wahrscheinlich
Schwierigkeiten haben wird, sich gegen diesen Vulkan zu wehren. Die
Stimmritze sollte schon einigermaßen flattern können, will man nicht übertönt
werden. Zumindest so lange man das Instrument im rein akustischen Betrieb
einsetzt. Für Musiker, die es vorziehen, sich lieber vor ein Mikrophon zu
setzen, hat die Gitarre beste Voraussetzungen. Ganz zu schweigen von den
Leute die gänzlich unverstärkt spielen wollen, denn da kann man auch über die
zweite und dritte Reihe noch einiges mitbekommen. Bliebe noch anzumerken, daß die Taylor in einem, dem Instrument in allen Belangen
gerecht werdenden luxuriösem Hardshell Formkoffer
geliefert wird. Seriennummer: 971023031, erstanden 1997 bei Sound-Check/Yoschi in Nienburg |
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