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Fender Telecaster American Standart - Bj. 1992
Ausschnitt aus einem Vergleichstest des
"Fachblatts": Die Firma Fender bietet 36 verschiedene Telecaster-Modelle an, darunter auch ganz teure Signature-Gitarren aus dem Custom
Shop wie etwa die "Albert Collins"- oder
die "Clarence White" - B Bender-Tele, für
die ein echter Fan über 8000 Mark
auf die Ladentheke zu blättern hat. Doch auch als elektrische Zwölfsaitige, als elektroakustische Nylongitarre, als Thinline (mit halbakustischem Korpus) oder als Bajo Sexto Bariton-Gitarre ist die Telecaster zu haben. Genug der Verwirrung: Wir beschränken uns im folgenden auf die Standardausführung, sprich: Solid Body plus zwei Single Coils - fertig. Musiker jeder Stilrichtung schätzen nach wie vor die genial einfache Bauweise der Telecaster mit ihrer äußerst übersichtlichen und leicht bedienbaren Schaltung. Genauso vielschichtig wie ihre Fans sind auch die fünf Telecaster-Modelle, die wir hier vorstellen möchten: die günstige Squier by Fender aus Korea, die Standard aus Mexiko, die "James Burton" Standard, die ´90's Custom aus Japan sowie die American Standard aus US-Fertigung, die im gleichen Verhältnis zur Ur-Tele steht wie Papst Johannes Paul 11. zum Apostel Petrus. |
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Mit der American Standard Telecaster tritt sozusagen die direkte Nachfolgerin der ersten Telecaster den Vergleich mit ihren Abkömmlingen an. |
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Von jeher sehr stabil gebaut, präsentiert sich die neueste Version der American Standard in hervorragender Verarbeitung, der Hals liegt angenehm in der Hand. Die Bünde sind sauber abgerichtet, die Hals-Korpus-Verbindung kommt gewohnt stabil mit 4-Punkt-Konterplatte und Imbus-Justierbolzen zum Verstellen des Hals Korpus-Winkels. In klanglicher Hinsicht zeigt die amerikanische Telecaster, mit 2150,- Mark das teuerste Modell unseres Tests, ein sehr reifes Auftreten: Sie eignet sich durch ihre ausgewogene Pickup-Abstimmung für vielerlei musikalische Stilrichtungen, wobei ich allerdings die ganz harten Sachen ausklammern würde. Der Tonabnehmer am Steg gibt sich denn auch sehr variabel, viele Soundnuancen lassen sich definieren - gerade in Zusammenarbeit mit dem Volumeregler und dem vorzüglich abgestimmten Kondensator, der bei der Telecaster (das ist bei dieser Gitarre Tradition!) einem Höhenverlust beim Zurückdrehen entgegenwirkt. So geht's durch alle Zerrstufen, wobei die cleaneren Sounds schön drahtig herüberkommen, voll aufgedreht die Sache aber doch aggressiv durch die Mitte abgeht. |
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Der Halspickup klingt für meinen Geschmack etwas kraftlos. Dies kann aber durchaus seine positiven Seiten haben: Für alle Singer & Songwriter, die sich diese Tele umhängen möchten, gibt's hier einen unaufdringlichen Rhythmussound. Beide Tonabnehmer zusammengeschaltet hingegen bieten das klangliche Highlight dieser Gitarre: Ein toller, mittenarmer Cleansound tritt hier zutage, crisp mit vielen Abstufungen per bordeigenem Lautstärkeregler. |
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Den Einsatz der American Standard sehe ich, wie schon gesagt, in vielen musikalischen Sparten, wobei das Spielgefühl sehr modern ist. Wer also eine Gitarre mit korrekter Verarbeitung, ordentlichem Telesound und zeitgemäßem Handling möchte, ist hier an der richtigen Adresse. |
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Ende des Artikels aus dem Fachblatt Im Jahre 1992 gab es einmal in Nienburg
einen Gitarrenladen, der Ewey, dem Unglücklichen
aus Holland, gehörte. Hier habe ich eine American Standard Tele aus aktueller Produktion bestellt. Die Farbe ist Olympic-White. Die Gitarre hat ein dunkles Rosewood-Griffbrett mit 21 Bünden (die alte hat nur 20 Bünde) und hellen Dot-Inlays. Die Stegeinheit weist einzelne Stegreiter auf. Auf der alten gibt es für jeweils 2 Saiten ein verstellbares Stegböckchen. Die Potiknöpfe sind tonnenförmig und nicht mehr oben abgerundet. Das weiße Pickguard ist mit 8 Schrauben befestigt, der Saitenniederhalter ist ein quergelegter Stift mit Führungsrillen, nicht mehr ein runder Knopf wie früher. |
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Die Seriennummer ist N915531. Das Fender -
Logo steht gerade, nicht mehr schräg. Serienmäßig waren Strap-Locks
montiert. Schwarzer Formkoffer. Kaufdatum: 13.8.92. Besaitung: 010-042.
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Welche ist die neue, welche ist die alte? Der Verstärker im Hintergrund ist ein Vibroverb Amp (Reissue des 63-er Modells) von Fender. 30 Watt Leistung,
Hall und Röhrenvibrato. Die neue Telecaster ist einer 1963 herausgekommenen Serie nachempfunden. Ein solches Instrument spielte in den siebziger Jahren Rory Gallagher. Die Tonabnehmer sind Singlecoils. Bei der neuen Gitarre kommt es jedoch nicht so schnell zu Rückkopplungen wie bei der alten. Da muß man sehr aufpassen, gerade wenn man mit Übersteuerung spielt. Das Ton-Potentiometer ist ein Doppelpoti mit separater Höhenanhebung |
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