Formentera Guitars

Tele Muy Especial

 

Im Oktober 2000 habe ich eine dunkle Telecaster Setneck gebaut. Zutaten:

Body aus Sumpfesche, Decke aus Wenige, Hals aus Vogelaugenahorn, Griffbrett aus Ebenholz. Die Tonabnehmer sind konventionelle Single-Coils mit 9200 bzw. 7500 Wicklungen, diese aber selber gemacht. Die Mechaniken sind Gotoh-Lockmechaniken. Hilfreich zur Seite standen immer Thomas Stratmann und Eckard Hoffmann. Jetzt aber zu einigen Bildern:

 

Das Ausgangsmaterial. In den Escheblock sind bereits die Kanäle für die Verbindung der Elektrofächer ausgefräst

Die Wengedecke ist aufgeleimt und der Body grob mit der Bandsäge ausgeschnitten worden.

Hier liegt der Trussrod noch auf dem Halsblock.

Hier ist er bereits eingebaut.

Jetzt kann das Ebenholzgriffbrett drauf.

Die Bundschlitze sind gekerbt (schwitz!!), die Bundstäbchen eingesetzt, die Dots ebenfalls. Der Bock ist von hinten auf die endgültige Dicke gefräst worden.

Die Kopfplatte ist ausgesägt worden.

Rechts: Anbringen des Bindings um die Oberkante des Bodys.

Unten: Das Ergebnis.

Das Binding besteht aus Zelluloid. Jeweils 5 cm werden mit Aceton angelöst und müssen dann 2 Minuten fixiert werden.

 

Es sieht schon ein wenig nach Tele aus.

Hier wird der Hals eingeleimt. Das ist für eine Telecaster ungewöhnlich. Meist wird sie mit geschraubtem Hals gebaut. In Thomas´Customshop ist aber (fast) alles möglich.

Die Kopfplatte ist leicht abgewinkelt, so daß Saitenniederhalter entbehrlich sind.

Mitten bei den Fräsarbeiten. Die Schablone für das Elektrikfach ist noch aufgeklebt.

Hier sind alle Fräsungen drin. Die Kabelkanäle sind auch wieder sichtbar.

Hier sieht man Thomas Stratmann beim Schwabbeln vom Hals. Hinterher ist er auf Hochglanz (der Hals).

Das Pickguard wurde auch extra aus einem Stück Kunststoff hergestellt, damit es genau für meine Gitarre paßt.

 

Die Klampfe nach dem Wässern: Ist das etwa eine Rory-Tele?

Nach dem Ölen: Es kommt die Farbe ins Spiel.

Endmontage Teil 1: Der Halstonabnehmer hat noch eine Kappe.

 

Fertig. Ein erster Soundcheck ist möglich. Die HipShot-Mechanik funktioniert sehr gut.

 Der Ton des Halstonabnehmers war nicht befriedigend (zu dumpf)-  deshalb wurde er noch ausgetauscht.

Das Ergebnis ist rechts zu bewundern.

Den Headstock ziert die Insel.

 Ein feines Instrument ist entstanden.

Ich nehme sie immer mit, wenn ich auftrete oder probe.

Rückseitenansicht: seit 2006 mit den Aufnahmehülsen für die Saiten.

 

 

 

Anfang 2006 habe ich die Hipshot-Mechanik abbauen lassen. Die Inbus-Schrauben waren vergriesegnaddelt und ein Austauschteil war (obwohl sehr teuer) von minderer Qualität. Bei dem starken Saitenzug (52-10 – Saiten) funktionierte es nicht mehr. Schade.

 

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